Samstag, 27. Juli 2013

Ich weiß nicht wie lange das noch so weitergehen soll. Ich werde immer verrückter. Nein, wirklich, ich drehe irgendwann durch. Gestern habe ich angefangen mit meinem hässlichen Spiegelbild zu reden. Ich habe mich vorbereitet, wenn mich jemand etwas fragt, besonders nach meiner Vergangenheit - wenn es nur irgendwen gäben würde, der es machen würde. Ich wünsche mir so sehr, dass jemand mit mir redet, auch wenn er mir nur unnütze und langweilige Dinge erzählen würde. Schon das würde mir reichen. Im Spiegel habe ich jede noch so kleine Angstfalte auf meiner Stirn genau betrachtet, meine Augen, mein Mund, wie ich die Worte herunterleire, als hätte ich sie wie ein Schauspieler auswendig gelernt. Und ich habe angefangen zu reden, immer mehr und mehr, bis ich schließlich nicht mehr konnte und mich die Einsamkeit wieder eingeholt hat. Mit ihr kommen auch dir Tränen. Ich habe mich von meinem Gegenüber abgewandt, weil ich es nicht ertragen konnte mich weinen zu sehen. Es war zu grausam und zu krank. Was wird nur aus mir? Eine total Gestörte? Ein Monster? - Auf jeden Fall etwas schlimmes.


Die Entfernung droht uns zu zerstören, aber wenn wir fest daran glauben, können wir sie in die Knie zwingen. Sie kann uns nichts anhaben, wenn wir nur zusammenhalten. Die Liebe ist das stärkste Gefühl von allen. Sie gibt uns Kraft, lässt uns verzweifeln und doch ist die eines der schönsten Dinge, die das Leben ein bisschen fröhlicher wirken lassen und die uns die anderen Probleme wenigstens ein kleines Stück vergessen lässt.


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