Stell dir vor dein Leben hängt nur von einer einzigen Sache ab. Eine einzige Sache. Sonst ist da nichts. Nichts. Da bist nicht einmal mehr du, weil es das Leben aus dir herausquetscht. Die Freude, der Mut, die Liebe, das Glück. All das verschwindet. All das wird über die Ziellinie geschupst. Da ist nur ein einziges Ding, das deinen Körper anführt, das ihn steuert, das über ihn triumphiert. Es schaltet dein Gehirn aus, stoppt deinen Blutfluss, deinen Herzschlag. Es zwingt deinen Körper abhängig davon zu sein. Es zwingt ihn davon leben zu müssen. Wie ein Todeskranker von seinen Medikamenten. Es stellt sich selbst in den Vordergrund hinter dem es nichts im Hintergrund gibt. Es ernennt sich selbst zum Grund, warum du überlebst, zum König. Es ernennt sich zum Retter. Deinem ganz persönlichen Retter. Und irgendwann fängst du es an zu glauben. Du glaubst jede noch so lächerliche Lüge, von den Tausenden. Du schwörst auf jede einzelne. Schwörst mit deinem Leben, schwörst mit dem Teufel.
Stell es dir vor. Stell dir vor du bist verliebt.
"Was noch? Er ist so wunderschön. Man wird einfach nicht müde, ihn anzusehen. Man hat nie Angst, dass er vielleicht schlauer ist als man selbst: Man weiß einfach, dass er es ist. Er ist lustig, ohne je gemein zu sein. Ich liebe ihn. Ich habe so ein Glück, ihn zu lieben, [...]. Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt [...], aber man kann ein bisschen mitbestimmten, von wem. Ich bin glücklich mit meiner Wahl. Ich hoffe, er auch."
( Das Schicksal ist ein mieser Verräter - S. 284 John Green - Das Wörtchen "Sie" in "Er" geändert. )
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