Sonntag, 16. Juni 2013
Meine Gesichtsmuskeln spannen sich an, als er mich ansieht, besonders meine Mundmuskeln. Als er mich schließlich mit der Frage "Ist etwas?" anspricht, ziehen sich besonders meine Mundwinkel drastisch nach unten und es fühlt sich so an, als ob ich das traurigste und hässlichste Gesicht der Welt hätte. Seine blauen Augen. Das Schlucken fällt mir schwer. Noch schwerer das Sprechen. Das Licht, das über ihn huscht und dann wieder verschwindet. Der süßliche Geruch von dem Gas, das sie sprühen, dass es eine bessere Atmosphäre gibt. Ich stehe rückartig auf und will nur noch weg von diesem schrecklichen Ort. Da hilft mir die Musik auch nicht weiter. Kontrolle über meine Muskeln. Ich scheitere. Schlucken bringt mich auch nicht weiter, die Tränen zu verdrängen. Lasst mich bitte alle allein, lasst mich allein. Lasst mich alleine verrecken, denke ich mir, bitte. Doch sie hören meine Gedanken nicht. Reden. Ermutigungen. Hand auf der linken Schulter. Sie wissen nicht, wie es ist. Sie sind nicht so wie ich. Ein Taschentuch voller Tränen gebettet in Wimperntusche. Ich werfe es in die Toilette, drücke und schon werden sie innerhalb weniger Sekunden weggespült. Ich fühle mich trotzdem nicht besser. Wut. Angst. Unendliche Trauer. Ich will gehen. Ich sehe meine Tränen nie wieder und doch werden es nicht die letzten sein.
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