Samstag, 22. Juni 2013

Meine Schulter berührt etwas. Etwas hartes. Es ist ganz nah, sodass ich es spüren kann. Diese Nähe. Ich liege auf der Seite, auf der linken Seite, starre zum Fenster, das einen Spalt offen steht. Er ist es. Er. Seine Schulter berührt meine Schulter. Seine Hüfte an meiner. Ich höre sein Atmen, das leise Hauchen. Es streift meine Schulter und meinen Hals. Es kitzelt. Ich werde verrückt bei diesem Gefühl. Diese Leidenschaft. Ich muss mich irgendwo festhalten, sonst sterbe ich gleich. Ich fahre über eine kleine Auswölbung der Decke, in der Hoffnung seine Hand zu finden. Er. Die pure Süße umklammert mich, zieht seine Fäden um mich, lange Fäden wie Karamell. Er liegt ganz eng bei mir. Ich spüre seinen Herzschlag an meinem Rücken. Es überträgt den Impuls zu mir. Sein Herz, das pulsiert. Meins auch. Bei jedem Schlag durchfährt es meinen Körper. Von den Fingerkuppen, bis zu den schwachen Knien, über die Hüften, die Zehen bis zu der Spitze jedes einzelnen Haares. Und trotzdem vermisse ich ihn. Ich vermisse ihn unendlich sehr, dass ich weinen könnte. Ich wünschte er wäre wirklich bei mir und nicht nur das doofe Kissen. Er, ja er. Es wäre noch viel schöner als ich mir vorstellen könnte. Es wäre unglaublich. Unglaublich wundervoll, dass wir es gar nicht glauben könnten.

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