Mein Kopf lehnt an der Scheibe. Ich möchte gar nicht wissen, was da alles dranklebt, aber mein Kopf ist so schwer, da ist mir das auch egal. Ich muss aufpassen, dass meine Augen nicht zu fallen. Er sitzt mir gegenüber, spielt auf seinem Handy. Er beachtet mich nicht, sieht nicht, wie fertig ich bin. Ehrlich gesagt will ich auch gar nicht, dass er das sieht. Er sieht so unbekümmert aus und ich möchte nicht, dass er sich Sorgen machen muss. Der Bus biegt um die Ecke, die nächste Haltestelle ist schon in Sicht. Die Luft ist schrecklich. Man hat das Gefühl man würde ersticken, so drückend ist das alles. Ich sitze mit dem Rücken in Richtung Fahrrichtung, mir wird schlecht, wenn ich aus dem Fenster starre. Mein Magen dreht sich um. Noch mehr, wenn ich ihn ansehe. Die Haltestelle kommt immer näher und ich bemerke, dass er dann aussteigen will. Er schwingt sich seinen Rucksack über den Rücken, steht auf, wobei er fast auf mich fällt, weil der Bus zu stark bremst. Er entschuldigt sich und ich höre zum ersten Mal seine tiefe Stimme. Sie hat irgendetwas. Etwas geheimnisvolles. Ein einziger Blick schenkt er mir dann schließlich doch, bis er mir schließlich den Rücken zu wendet und weg ist. Von der frischen Luft eingesaugt. Verschluckt von den Menschenmassen.
Es fehlt etwas.
Das Prickelnd.
Das Kribbeln.
Die Wärme.
Das Lächeln.
Der Schutz.
Das Glück.
Die Liebe.
Er.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen