Donnerstag, 27. Juni 2013

Alles was ich will, ist nichts mehr, als zu hören, wie du an meine Tür klopfst weil, wenn ich dein Gesicht noch einmal wiedersehen könnte, würde ich als der glücklichste Mensch sterben, davon bin ich überzeugt.
( All I want - Kodaline )

Die Angst ist wie ein Verbrecher. Sie überfällt mich. Sie klaut mir all meinen Besitz, alles Wertvolles, was ich besitze. Sie zieht mich zu sich, flüstert mir in mein Ohr, droht mir, sodass sich mein ganzer Körper mit einer Gänsehaut überzieht, sodass sich all die kleinen Härchen sträuben. Die Angst schaut mir tief in die Augen und dieser Blick soll ausdrücken, dass ich mich nicht wehren soll. Soll nicht um Hilfe schreien, soll sie nicht schlagen. Sie fährt mit einem Finger ganz sanft und doch mit voller Wut über meine Lippen. Ich zittere am ganzen Körper, obwohl sie mir befehlt mich keinen winzigen Millimeter zu bewegen. Und ich höre auf sie, denn ein einziges Mal möchte ich sie zufrieden stellen. Ein einziges Mal glücklich machen. Sie setzt ein Messer an meine Kehle an, eine Pistole an meinem Schädel. Bereit mich zu töten. Keine Hemmungen. Doch dann hört sie die schrillen Sirenen der Polizisten. Sie lässt mich abrupt los, verschwindet durch das nächstbeste offene Fenster. Und weg ist sie. Schon lange weg, bis die Männer in den hässlichen Uniformen eintreffen. Sie suchen schon nach Fingerabdrücken, nach allmöglichen Beweisen, doch sie werden nichts finden. Sie quetschen mich aus, doch ich antworte lediglich: "Es war nur ein guter Freund. Ein sehr guter sogar."

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