Freitag, 10. Mai 2013

Ich knipse das Licht aus, drehe mich auf die Seite. Ein letzter Blick auf die Uhr. Bevor ich dazu komme meine Augen zu schließen, schleicht es sich in meinen Kopf. Ein letzter Gedanke. Meine Hand legt sich automatisch auf meinen Mund. Ich schluchzte auf, versuche nach einem kleinen Hauch von Luft zu schnappen. Ein letztes Schluchzten . Dieses Geräusch scheint meine Tränen aufzuwecken. Es zieht sie aus ihren kleinen Häusern, bis sie schließlich ihre Stadt verlassen haben und sie wandern auf meinen Wangen, herunter in die Tiefe. Es kommt einfach so aus mir heraus. Ich will schreien, mir die Seele aus dem Leib kreischen, doch ich darf nicht. Sie darf mich nicht hören. Ich erlaube mir einen leisen Schrei. Ein letzter Atemzug. Tausende Fragen wirren durch meinen Kopf, rufen durcheinander meinen, deinen Namen. Wer bin ich überhaupt? Was habe ich bis jetzt erreicht? - Nichts. Ich kann nichts besonderes, bin wie jeder andere normale Mensch auch. Eine letzte Träne. Sie darf mich nicht hören, sie darf nichts mitbekommen. Sie muss stolz sein. Aber auf was? Ein letzter Herzschlag, der mein Herz zum Beben bringt, bevor ich einschlafe.

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