Montag, 29. April 2013
Er dreht sich von mir weg. Ich versuche an schöne Momente zu denken, an schöne, ermutigende Worte, doch irgendwie wird alles verdrängt. Ich kann mich nicht konzentrieren, starre in die Leere. Er redet kaum noch ein Wort. Ich fühle mich komplett überflüssig, niemand interessiert sich für mich. Alle unterhalten sich, haben Spaß. Alle außer ich. Er redet mit ihr. Sie ist seine neue Nummer eins. Oder naja, sie war es wohl schon immer. Ihr Lachen sieht schön aus, echt. Sie lacht wegen ihm, sie lachen zusammen. Neben ihr scheint er völlig aufzugehen. Wie ein Regenschirm, wenn es regnet, wie ein Kuchen, wenn man ihn in den Backofen schiebt, wie eine Blume im Sommer. Bei mir hingegen, ja bei mir, da ist der Winter eingekehrt. Ich bin eisig, kalt. Der Wind weht durchs Land und niemand ist auf den Straßen. Niemand traut sich vor die Tür. Alle schauen aus ihren Fenstern, beobachten mich, doch niemand traut sich. Und am wenigsten er. Er hat Angst, er schämt sich mich zu kennen, als wäre ich irgendein Außerirdischer oder ein Monster. Vielleicht bin ich das sogar. Ein Alien, das verlernt hat zu sprechen. Ein gefährliches Monster, das jedem Angst einjagt, wenn es schon den Mund öffnet um zu Atmen. Bähm! Da trifft mich sein Blick, der sich schon nach ein paar Sekunden wieder von mir abwendet. Ich bin nicht mehr interessant. War ich das jemals? Nein .. Sie aber. Sie war es, schon immer. Sie ist perfekt, sie macht alles perfekt und wenn nicht, dann überspielt sie das. Doch ich bin Nichts. Ich habe nichts perfektes in mir, nichts wichtiges. Nichts, über das man sich Gedanken machen müsste. Wahrscheinlich bin ich wirklich nur ein Monster, dass hofft irgendwann aus seinem Käfig befreit und geliebt zu werden.
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