Und da war er wieder. Da überfällt er mich wieder, wie ein Dieb. Es war wieder einer dieser Momente. Der Moment, in dem einem klar wird, wie sehr der Andere einem doch bedeutet. Wir sehr man ihn braucht, wie sehr man auf ihn angewiesen ist. Die ganze Zeit schien das alles so gewöhnlich, fast selbstverständlich, dass es den Anderen gibt. Das der Andere für einen da ist. Doch jetzt auf einmal nicht mehr. Ich möchte so viel sagen, doch es bleibt mir im Hals stecken und ich schlucke es wieder herunter, dränge es in mein Gedächtnis, obwohl ich nicht weiß, wie mein Hals und mein Gehirn miteinander verbunden sind. Vielleicht sind es einfach die Nerven, die jedoch schon jahrelang ausgelaugt sind. Es finden sich keine richtige Worte, um es auszudrücken. Alles scheint so unpassend und falsch. Nichts ist gut genug für dich. Nichts wird es jemals sein, dass ich dich überzeugen könnte. Nicht mal verabschiedet hast du dich. Bist einfach gegangen, ohne jenes Wort, ohne jenes Lächeln. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen, doch dann würde ich nie mehr in die Gegenwart zurückkommen, denn ich bräuchte eine Ewigkeit um alles Schlechte wieder gut zu machen. Alle Hoffnungen sind von mir gegangen. Ich habe keine Freude mehr, keinen Hunger. Alles schmeckt nach nichts, als wäre mein Mund taub, gelähmt. Nein, nein, nein, nein,..
Es war wieder einer dieser Momente. Dieser Moment, wenn einem bewusst wird, dass man ihn so eben verloren hat und ihn nie wieder sehen wird.
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