Montag, 13. Januar 2014


Ich sitze im Matheunterricht. Es sind noch 7 Minuten. Ich kann die Uhr an der Wand nicht ticken hören, aber mein innerer Wecker tickt. Wie eine Zeitbombe. Wir sollen Aufgaben im Buch erledigen. Wer nicht fertig wird, muss es als Hausaufgabe machen. Doch irgendwie ist mir das egal. Ich sitze einfach da, während alle anderen um mich herum rechnen, etwas in ihren Taschenrechner eingeben oder nebenbei reden. Ich warte. Warte bis die Stunde endlich Vergangenheit ist und ich sie in den Sammlung "Langeweile" oder "Schlechte Erinnerungen" einordnen kann. Meine Sitznachbarinnen rechts von mir quatschen, lachen. Ich schaue kurz zu ihnen, lächle, damit nichts auffällt, doch sobald ich auf den leeren Platz links von mir schaue und niemand meinen Gesichtsausdruck mehr sieht, verschwindet mein Lächeln. Was ist nur los mit mir? Ich bin einfach total unzufrieden mit mir. Ich möchte nicht mehr die sein, die ich momentan bin. Ich will meinen Körper nicht mehr haben. Früher fand ich ihn schon schlimm, doch im Moment ekelt es mich einfach nur noch an. Ich versuche alles daran zu setzen abzunehmen, reduziere mein Essen, esse allgemein gesünder, mache zu Hause Workouts. Doch was hilft es? Nichts! - Ich schreibe alles auf. Die Wörter, die einzelnen Buchstaben, ihre Kanten oder Rundungen. Ich zeichne sie alle, bis es nicht mehr so sehr schmerzt in mir drin. Ich versuche gut genug zu sein. Ich weiß, dass ich nicht perfekt sein kann, aber es ist dieser Drang. Ich kann niemandem mehr richtig in die Augen schauen. Ich möchte, dass jemand begreift, was in mir vorgeht, dass jemand mit mir reden möchte, dass mich jemand studiert wie ein Buch. Wenn ich Paar sehen, die sich küssen, kann ich nicht mehr hinschauen, weil ich total neidisch werde, obwohl ich die Personen nicht einmal kenne. Ich wünschte, jemand würde mich in den Arm nehmen, meine Stirn, meinen Hals küssen und doch gehe ich auf Abstand. Es ist so schrecklich im Moment. Ich versuche mich zu verändern. Ich will ja selbst nicht mehr so pessimistisch sein, aber ich bin es. Ich habe mich damit angefreundet. Es dominiert mich und lässt nicht zu, dass ich es von mir abschüttle. Ich will nicht mehr so sein. Ich will ein anderes, neues Leben. Am liebsten würde ich mir ein neues zulegen, aber das geht nicht. Ich frage mich, ob das hier jemand liest. Mein ganzer Blog ist ein Hilfeschrei. Ein Schrei nach Zuneigung, Liebe, Rückhalt. Doch, wenn ich mich zurücklehne, ist da nichts was mich stützt, was mich hält und ich falle erneut in mein großes, leider doch so gemütliches, schwarzes Loch.
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Naja ziehen wir die letzten beiden Blogvorstellungen noch durch.
Der eine Blog heißt Always Gold.

Was für eine Rolle spielt das Bloggen für dich?
Mit dem Bloggen habe ich ungefähr im Dezember 2012 begonnen, allerdings wurde es im Februar 2013 plötzlich alles sehr eng, ich habe meinen Blog zur Sicherheit gelöscht und jetzt wieder aus der Versenkung geholt, um die Gedanken an einem Ort zu haben und endlich darüber reden oder eben schreiben zu können. Druck ablassen. Gleichgesinnte finden, einen Anker haben. Eine Art Tagebuch eben, denn niemandem würde ich es einfach so erzählen. Ich lebe für die hellen Momente, den Erfolg und das Kreativsein und die Ziele die ich noch zu erfüllen habe.

Vielleicht spricht es euch ja an:
Hallo Ihr Lieben,
es ist schon eine Zeit her, dass ich hier etwas geschrieben habe, irgendwie hat mir die Zeit gefehlt. Viel war los, Menschen die so erheitern, unendlicher Stress, Noten (13 Punkte in Deutsch, 11 in Bio) aber richtig zufrieden bin ich nicht, vorallem nicht in Deutsch. Die Rettung der Woche kam in Form meiner Religionslehrerin, die mein Referat um zwei Wochen verschoben hat. Viel war ich nicht zu Hause, meistens dafür in der Schule. Und am Freitag war ich auch mal wieder feiern. Jedoch nur mit mäßig viel Alkohol, ich musste gestern wieder arbeiten. Ich hoffe, dass es jetzt ab nächster Woche hier wieder ein bisschen regelmäßiger was zu lesen gibt für Euch. Bis dann, Mariechen.

Der letzte Blog ist Solo Yo.

Über was schreibst du?
Mein FotoIch schreibe über Dinge, die mir persönlich passieren und die ich erlebe und mir nahe gehen und lasse eigentlich Kultur und Co raus, weil ich keinen Freiwilligen- oder Reise-Blog unterhalten will und ebenso nicht daran interessiert bin irgendwelche Vorurteile und Stereotype zu fröhnen. Eigentlich will ich nur das loswerden was mich gerade beschäftigt, runterzieht oder meine dunkle Seite zum Vorschein kommen lässt.

Auch hier noch eine Geschmacksprobe:
In Gedanken schreibe ich dir zu viele Briefe mit Worten, die du wohl niemals lesen wirst. Noch immer warte ich auf eine Antwort von deiner Seite, die mir trotz dem, was mir ne sehr gute Freundin ausgerichtet hat, immer unwahrscheinlicher erscheint......und das kann und will ich nicht glauben.....wieder enttäuscht und getäuscht werden - mein Schicksal? Wie oft werde ich mir noch Illusionen und Hoffnungen machen und versuchen (trotz der Distanz) dafür zu kämpfen....was würdest du mir sagen sagen, wenn du dies alles lesen würdest, wissen würdest was ich denke und dass sich, trotz meiner Wörter an dich in diesem handgeschriebenen Brief und all dem was ich fühle, dich im alten Jahr zu lassen und zu vergessen, um nicht noch mehr und noch einmal derart verletzt zu werden? Würdest du dann versuchen zu kämpfen, beginnen zu kämpfen? .....auch wenn ich es mir vornehme, ich werde es nicht können, denn die Wahrheit (die ich mir hoffentlich nicht voll Illusion einrede) ist, dass ich dich sehr sehr gerne habe.

Ganz liebe Grüße und Küsschen an euch.

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