Samstag, 31. August 2013

Manchmal, manchmal da braucht man nur
die weltberühmten kleinen Dinge im Leben.
Ein Geschenk.
Eine schöne Blume.
Gute Noten.
Manchmal, manchmal da helfen sie uns
aus den weltberühmten Tiefpunkten im Leben.
Eine Tasse Tee
mit Keksen.
Ein Sonntag, an dem
man gar nichts tut.
Ein nettes Lächeln.
Manchmal, manchmal da sind sie
das einzige das wir im Moment brauchen.
Einen Freund.
Selbstbewusstsein.
Eine Umarmung.
Glück.
Liebe.
Und manchmal,
manchmal ist das 
schon zu viel verlangt.

Ich versuche langsam und gleichmäßig zu atmen. Mein Kopf pulsiert, als wäre er eine Bombe, die bei jeder kleinen Bewegung hochgeht. Ich denke an nichts und doch geht mir alles durch den Kopf. Ich starre in die Leere, bin irgendwo ganz weit weg. Auf jeden Fall nicht hier, wo ich auch nicht sein will. Ich sehe das scharfe Messer aus der Küche vor mir, sehe den Rasierer und die Klingen in ihm, sehe eine Schere, einen Strick, Tabletten. Mein Bauch schmerzt. Er krampft sich zusammen, mir wird kotzübel. Ich lehne über dem Waschbecken. In den Spiegel kann ich schon lange nicht mehr schauen. Ich will zusammenbrechen. Ich will ein Zeichen setzen, dass sie Menschen sehen, dass etwas mit mir nicht stimmt. Und gleichzeitig will ich es weiter verheimlichen, dass sich niemand Sorgen um mich machen muss, dass sie so weitermachen wie immer. Ich weiß nicht, welcher Weg, der leichtere von beiden ist. Wahrscheinlich keiner von beiden. Die Bilder ziehen wieder an mir vorbei. Es sind immer die gleichen. Ich möchte am liebsten weinen, doch dann höre ich die Tür und mir geht es wieder 'gut'.

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