Freitag, 2. August 2013

Ich beiße mir auf die Lippe. Sie müsste schon längst bluten, weil ich das seit mindestens einer halben Stunde mache vor Aufregung, vor Adrenalin, vor was auch immer es ist. Seine blauen Augen schauen mich an und andersherum genauso. Ich bin froh, dass ich ein Kissen in meinen Händen halte, sonst würden sie wild zittern. Das Schlucken fällt mir schwer, aber ich weiß, dass ich da jetzt durch muss. Es kann nur besser werden. Irgendwann muss ich mich überwinden. Es kommt mir vor, als ob die ganze Zeit irgendein Lärm im Hintergrund gewesen wäre, doch jetzt ist es auf einmal Totenstille. Er erklärt mir was und irgendetwas liegt in seiner Stimme, dass mich verzweifeln lässt. - Die Wahrheit. Ich wünsche mich weg, doch mein Kopf kann gerade an nichts anderes mehr denken und spielt die ganzen Bilder aus der Vergangenheit wie einen Zeichentrickfilm ab, nur dass ich die Hauptperson bin. Sie huschen wie Gespenster an mir vorbei. Ich würde ihn gerne umarmen, aber ich will nicht zu aufdringlich sein. Ein kleines Stückchen Hoffnung breitet sich in meinem Magen aus. Ich hoffe, es wird noch mehr.


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