Montag, 26. August 2013

Draußen regnet es abartig in Strömen. Als wir nach Hause fahren, hämmert es wortwörtlich auf das Dach und auf die Schreibe als wären es tausende winzige Körnchen. Es wundert mich jedes Mal wie das Wetter mit einem ist. Immer wenn ich mich irgendwie bedrückt fühle, regnet es. Das Wetter kommt mir gerade richtig, als wäre es ein guter Freund. Es fühlt sich doof an, nach Hause zu kommen und niemand erwartet einen. Alles liegt noch an seinem Platz, wie ich es verlassen habe. Die Probleme häufen sich wieder. Bald ist schon wieder Schule. Ich will da nicht hin. Ich möchte, niemanden von dort sehen, außer jemand will mich sehen. Und das ist das Problem. Kaum jemand will das. Ich bin ein Unmensch. Ich kann überhaupt nichts, als andere zu enttäuschen und zu verletzten. Mit was habe ich das verdient? Ich bin so ein schlechter Mensch, so bösartig, dass man mich nur hassen kann. Ich sollte es nicht einmal mehr versuchen, schon dabei gehen Leute zu Schaden. Ich bin dafür geschaffen, allein zu sein, denn so kann ich niemanden verjagen. Irgendwann weise ich mich selbst in die Klapse ein. Ich kann nicht mehr! Und trotzdem lassen sich immer noch Leute auf mich ein. Schon witzig, wie alle meinen, dass sie für mich da sind und mir alle ihr offenes Ohr anbieten. Und was ist mit dem anderen Ohr? Ich bin nicht sonderlich gut im Witze reißen. - Es ist nur .. wie soll ich über etwas reden, wenn ich es nicht einmal beschreiben und in Worte fassen kann, weil ich es nicht ertrage auszusprechen? Außerdem ziehe ich es eh jedes Mal irgendwie ins Lächerliche, damit es nicht so angsteinflößend klingt. Wer bin ich schon? Bestimmt niemand besonderes unter der gesamten Menschheit. Ich bin nicht berühmt, ich kann nicht singen, nicht tanzen, bin nicht hübsch, habe nicht viel Geld. Nach diesem Satz habe ich mindestens 3 Minuten oder noch länger gestoppt und zwar mit Absicht. In diesem Moment habe ich mir gewünscht, jemand würde meine Zimmertür eintreten, mich vom Stuhl reißen, das ganze hier löschen und mich einfach nur in den Arm nehmen. Komische Vorstellung, aber irgendwie gefällt sie mir.

Können wir bestimmen, dass unsere Träume in Erfüllung gehen?
Klar, 
wenn wir fest daran glauben,
wenn wir uns dieses Ziel vor Augen setzen,
wenn wir keine Angst haben uns der Welt zu stellen.
Können wir die Einsamkeit vertreiben und uns dagegen mit der Zweisamkeit anfreunden?
Natürlich,
wenn wir aus dem Haus gehen,
wenn wir fette Partys schmeißen,
wenn wir keine Angst davor haben, uns zu verlieben.
Können wir uns selbst hassen und doch andere lieben?
Sicherlich,
wenn wir uns verstellen,
wenn wir haufenweise Lügen erzählen,
wenn wir alles hinter einer dicken Fassade verstecken,
wenn wir keine Angst davor haben, uns zu verlieren.

Können wir überhaupt?

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