Es war das erste Buch, das ich seit langem wieder in der Hand gehabt habe. "Zerbrich mich nicht", was für ein aussagekräftiger Titel. Schön leicht, nicht zu viele Seiten, obwohl ich mir vielleicht gewünscht hätte es wäre ein bisschen länger, aber ein schönes Cover. Es hat mich sofort gefesselt, auch wenn es an einigen Stellen sehr vulgär geschrieben ist, besonderes bei den Vergewaltigungen. Doch ich konnte einfach direkt mit ihr, Jenny mitfühlen. Sie hat ihre Gefühle so detailliert beschrieben und ich weiß genau wie es sich anfühlt. Sie hat auch Probleme in der Familie, ihre Eltern sind getrennt. Woher kommt mir das nur bekannt vor? - Sie möchte immer dünner werden, obwohl sie schon weniger als Normalgewicht wiegt. Sie wird immer erfinderischer. Nicht mal 24 Stunden habe ich gebraucht um es durchzulesen. Und ich muss zugeben zwischen durch sind auch ein paar Tränen geflossen. Ich habe meine Leidenschaft neben dem Schreiben wiedergefunden. Meine Traumwelt, die Bücher."Dein Fluch ist die Unsterblichkeit in einer Welt, in der der süße Tod dir Honig und Wein verspricht. Selbst Luzifers Hölle mit all seinen Dämonen scheint verlockend wie ein roter Apfel. Ein Paradies, das seinesgleichen sucht. Du liegst lachend in den Trümmern und hoffst auf den Moment in dem die Müdigkeit die Schlaflosigkeit besiegen wird. Aber das Land der Träume bleibt ein unentdeckter Kontinent. Während deine graue Vergangenheit mit der verdrehten Realität um deinen Verstand pokert, umschlingen die kalten Finger der Einsamkeit unerbittlich deinen gezeichneten Körper. Resignation begräbt dich unter einem madigen Leichentuch und niemand wird dich retten. Niemand ist auch nur daran interessiert. Deine Trauer begeht Verrat und verspricht dir einen Ausweg aus den hoffnungslosen Qualen, wenn du beginnst, dir geduldig die Haut von den splittrigen Knochen zu kratzen. Und du glaubst ihr. Du würdest jeden Strohhalm zu ergreifen, um die liebliche Erlösung auf deinen Lippen zu schmecken, aber niemals würdest du es wagen, deinen Mund zu öffnen, um leise um sie zu bitten. Wertlos fühlst du dich und wortlos bleibst du."
( Zerbrich mich nicht S. 141 / 142 - Jenny Kella )
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