Freitag, 19. April 2013

Ich lege meinen Kopf auf den harten Tisch. Ich fühle mich fix und fertig. Mein ganzer Körper ist schwach. Alles tut weh. Wenn ich sie alle so betrachte, wie sie lachen, wie sie reden, wie glücklich sie doch aussehen, muss ich leicht lächeln. Jeder einzelne von ihnen ist wichtig. Jeder von ihnen ist ein toller, begabter Mensch, ein Jemand. Doch ich bin ein Niemand, ein Nichts. Sie werden mich immer übertrumpfen, ohne es je zu wissen. Der Schmerz schreit aus meiner Seele, doch niemand hört mich. Niemand sieht mich wirklich, nur ein glückliches Mädchen, dass überhaupt nicht glücklich ist. 

"Du denkst nie etwas!", wird sie immer lauter und genervter. Innerlich schrumpfe ich gerade um einen Meter. Ich starre ganz heimlich in ihre Augen, die immer dunkler werden. Es überfällt mich wieder. Dieser Hass, dieser Schmerz, - diese Leere. Ich enttäusche sie immer nur von Neuem und sie ist diejenige, die immer wieder fordert und verlangt. Ihre Worte tun schrecklich weh, bei jedem noch so kleinen Buchstaben, bohrt sich etwas Scharfkantiges, Spitzes in mein Herz. Ihre Hand holt aus, klatscht gegen meinen nackten Arm. Es tut nicht einmal weh, aber schon dieses ganze Bild lässt mich verstummen. Ich will weinen, doch muss es unterdrücken, herunterschlucken. Jedes Mal wird mir klar, dass ich es nie sein werde. Ich werde nie gut genug für sie sein. Nie.

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