Samstag, 20. April 2013

Es klingelt und wieder wird mir klar, dass ich dieses Geräusch hasse. Als ich die Tür öffne, kommen sie mir schon alle entgegen. Jeder hat seinen eigenen Duft, dir mir jedoch alle vermischt in die Nase steigen und dort anfangen zu jucken. Jeder von ihnen begrüßt mich einzeln, umarmt mich, schüttelt meine Hand. Ihr Verhalten ist total verschieden. Mir fällt auf, dass die langen Schlange fast einschließlich aus Frauen besteht, doch ganz zum Schluss, da steht er. Als ich alle anderen abgeklappert habe, steht er schließlich vor mir. Ich muss meinen Kopf immer noch nach oben strecken, so groß ist er. Er reicht mir seine Hand. Sie ist nicht kalt, nicht warm, nicht trocken, nicht schwitzig. Nichts von alldem. Er zögert kurz, wir blicken uns in die Augen. Seine blauen Augen erinnern mich an etwas. Nach ein paar Sekunden, begrüßt er mich schließlich. Dann ist dieser Moment vorbei, die Erde dreht sich weiter. Er geht an mir vorbei, ich schließe lautlos die Tür. Irgendetwas verzaubert mich an ihm, doch was? Vielleicht sind es seine eisblauen Augen. Seine dunklen Haare. Das alles, was mich so sehr an dich erinnert.

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