Mittwoch, 3. April 2013

Ich kann es nicht glauben. Immer wenn ich das Gefühl habe, dass alles so langsam in sich zusammenfällt und alles von einer Sekunde auf die Andere endet, kommst du wieder, räumst auf, bändigst das Chaos und den Lärm. Wenn ich mich schon wieder fast aufgegeben habe, lässt sich die Sonne mal wieder am schwarzen Himmel blicken. Das Licht sticht mir in den Augen, so sehr habe ich mich schon an das Dunkle und das Böse gewöhnt. Ich soll nicht so negativ denken, sagst du. Schon diese Worte lassen mich nachdenken, stoppen für einen kurzen Moment alles. Ich weiß nicht, was ich dir antworten soll, doch du erlöst mich und redest einfach weiter. "Du bist etwas besseres als du denkst", meinst du. Bereits da habe ich einen Klos im Hals, der sich nicht einfach wieder herunterschlucken lässt. Doch jetzt legst du erst richtig los. "Du bist immer für jemanden da", sagst du zu mir. So langsam werden meine Augen nass, ich kann nicht anders. "Du hast das Herz am rechten Fleck - nur das zählt". Und da kommt es über mich. Die Tränen laufen meine Wangen herunter, als wäre es ein Wasserfall. Ich höre wie eine Träne an meinem Kinn herunterfällt und auf dem Boden aufkommt. Die Worte aus deinem Mund klingen so zauberhaft, dass sie fast gar nicht wahr sein können. Vielleicht ist das alles nur ein Traum, vielleicht erhoffe ich mir das nur, dass du mir diese Worte ins Gesicht sagst. Doch die Tränen sind nass, ich spüre sie, als ich über meine Wange fahre. Sie sind salzig und mächtig. Es ist echt, ich weiß es, es ist alles echt. Tränen lügen nicht. Das tun sie nie.

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