Freitag, 29. März 2013
Es macht mir überhaupt keinen Spaß mehr - dieses Spiel tief in mir drinnen. Aus einem lächerlichem Spiel, dass anfangs so einfach schien, von dem ich überzeugt war, es zu gewinnen, wurde ein unerbittlicher Krieg, der unbezwingbar ist. Kein Ende in Sicht, das uns verschont und die Hoffnung wieder auferstehen lässt. Jeden Tag ziehen neue, frische Soldaten in den Kampf, um die Verletzten und die vielen Toten abzulösen, doch ich weiß genau, dass sie dasselbe Schicksal wie ihren Vorgänger ereilen wird. Keine Ausnahme, nichts Außergewöhnliches. Keiner von ihnen wird als Held herausstechen und sein Leben riskieren, um all die Anderen zu retten. Keiner wird diesen Krieg überleben, alle werden ihr Leben lassen, doch nützen wird es uns nichts. Das ganze Land ist zerstört, überall diese Leichen, die einem eigentlich Mut machen sollten, doch alles was sie bewirken ist, ein Schleier aus Angst und Schrecken um uns zu legen, der sich von Tag zu Tag enger schnürt. Ich kann nicht mehr. Meine Waffen und auch meine Kraft ist aufgebraucht, am liebsten würde ich aufgeben, die weiße Flagge in den grauen Himmel halten und sie schließlich in die trockene Erde stechen. Doch ich darf nicht verlieren, ich muss meinen Gegner besiegen, ihn in die Knie zwingen, auch wenn er unendlich stark ist. Ich gegen Ich, heißt es dann. Ein ewiger Kampf, der auf ewigem Hass beruht. Es macht überhaupt keinen Sinn mehr, diesen Krieg zu führen und doch tun wir es. Immer und immer wieder, ohne dass es ein Ende nimmt. Ich gegen Ich. Wer wird gewinnen?
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