Er hält mich fest, dass ich ihm ja nicht davonlaufe. "Kann ich dich mal was fragen?", kommen die Worte irgendwie anders als sonst aus seinem Mund. Spüre ich da eine kleine Unsicherheit in seiner Stimme? Etwas wie Schüchternheit? Ich stimme zu und sage, dass er loslegen soll, in der Hoffnung, dass es wie immer eine unnötige Frage ist, die mich reizen soll. "Liebst du mich noch?", fragt er leise. Ich stocke. Das fragt er mich jetzt nicht gerade echt, oder? Für wie dumm hält er mich eigentlich? Am liebsten würde ich einfach losheulen, ihn anschreien, nach ihm schlagen, doch ich reiße mich zusammen und verdränge diese Gedanken aus meinem Kopf. "Nein, wieso sollte ich?", antworte ich nach mindestens 15 Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen. "Merkt man", rechtfertigst du dich und gönnst dir eine Pause. Aber nur eine kleine. - "Wir bleiben Freunde?".
Wenn ich mit meinen Gedanken an dich Geld verdiene, bin ich die Reichste. Wenn mir das Träumen von dir Mut gibt, bin ich die Mutigste. Wenn mich die Angst um dich, dass dir etwas passiert, stark macht, bin ich die Stärkste. Wenn das Vermissen an dich ein Schrei ist, bin ich die Lauteste. Wenn die Liebe zur dir Glück ist, bin ich der glücklichste Mensch im ganzen Universum.
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