Sonntag, 24. März 2013

Die Bäume ziehen so schnell vor meinen Augen vorbei, dass ich nur ihre Konturen erahnen kann und schon dabei wird mir schwindelig. Ich gebe auf und konzentriere mich lieber auf mich selbst. Trotz dass der Zug so schnell fährt, höre ich die Regentropfen an das Fenster hämmern wie kleine hilflose Dinger, die versuchen dem Alltag zu entfliehen. Der Zug fährt in einen Tunnel und für ein paar Sekunden ist es stockdunkel und still, als hätte ich meine Augen und meine Ohren verloren, als wäre jegliches Leben von einer Sekunden zur Anderen ausgestorben. Schlagartig kommt das Licht wieder, auch wenn es nur schwach ist, durch den fast schwarzen Himmel. Ich schaue auf die Uhr, doch bevor ich die Uhrzeit überhaupt realisiere, ertönt eine monotone, gelangweilte Stimme und wir werden langsamer. Ich nehme meine Sachen, ziehe mein T-Shirt vorher noch einmal zurecht und schon stehe ich vor der Ausgangstür. Meine Augen versuchen sich zurecht zu finden an diesem fremden Ort. Ich steige aus dem Zug und mein Bauch scheint gleich zu explodieren, so schummrig ist mir. Zack! Da sehe ich dich, wie du verlassen dastehst. Ich sehe dich wirklich. Es ist wahr! Ich kann es gar nicht glauben - Ich laufe zu dir, doch meine Füße zwingen mich schneller zu laufen, zu rennen. Ich weiß nicht, was ich tue, ich kann nicht mehr klar denken und falle dir einfach in die Arme. Es fühlt sich so überwältigend an. Für die Anderen bist du ein Wildfremder, doch ich kenne dich seit Jahren, es kommt mir vor wie Jahrzehnte, wenn nicht noch länger. Ich will dich gar nicht mehr loslassen. Ich küsse dich, lächle, denn ich weiß du bist Meins. Mein Funken Hoffnung in völliger Hilflosigkeit. Meine kleine, große, bezaubernde Welt. Mein ganzes Leben.
 Alles Gute zu deinem Geburtstag.
Viel Glück, Gesundheit und, dass sich alles erfüllt, was du dir wünschst.
Ich liebe dich.     

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