"Willst du noch ein Stück mit mir gehen?", fragt er mich, als wäre es das natürlichste auf der Welt. "Klar, bevor du mir noch hinfällst mit deinem Bein", übe ich mich am Witze reißen, doch irgendwie kommt es nicht so rüber. Über Kranke sollte man sich wohl nicht witzig machen. Wir steigen zusammen in den Fahrstuhl. "Ich hab irgendwie Angst mit dem Fahrstuhl zu fahren", füge ich hinzu. "Wieso? Ist doch witzig". Das Teil gibt einen Ruck von sich und schreckhaft zucke ich zusammen und halte mich an der Wand fest. "Ich hab Platzangst". - "Ich dachte schon, du hast Angst ganz allein mit mir in einem Fahrstuhl eingeschlossen zu sein", lacht er fröhlich. Wir steigen wieder aus. Verabschieden uns. "Tschüss", sagt er mir nach, obwohl ich mich schon längst herumgedreht habe.
Deine Worte sind wie ein Taschentuch, das die Tränen trocknet. Wie die Sonne, die den Schnee mit ihrem Lächeln verschwinden lässt. Sie sind wie der Regen nach tagelanger Dürre oder der Sonnenschein nach monatelangem grauen Himmel. Sie sind wie die Belohnung, nachdem man durch die Hölle gegangen ist und lebendig wieder herausgekommen ist. Sie zu hören und zu wissen, dass sie wahr sind, ist das Schönste, was es gibt.
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