Sonntag, 20. Januar 2013
Ich lehne mich zurück, den Kopf in den Nacken. Mein Atem wird in Form von Rauch sichtbar. Ich sehe, wie sie auf
ihm liegt, wie er sie hoch hebt und sie sanft in die Luft wirft. Einen
Moment fühlt sie sich federleicht, noch leichter als Luft, doch schon im nächsten bekommt sie Angst.
Sie fällt. Aber was ist das? Seine zwei großen Pranken fangen sie
wieder auf. Sie kann seine Wärme an ihrem Bauch spüren und die Arme, die er behutsam um sie gelegt hat. Das
Mädchen vor meinen Augen lacht und kichert fröhlich und der junge Mann
lächelt. Jeden Tag einfach leben ohne
nachzudenken. Ohne Selbstzweifel, mit Selbstbewusstsein. Genau das wollte ich. Wieder ein kleines Kind sein, herumtollen und tun und lassen, was ich wollte. Doch das Bild verschwimmt vor meinen Augen, löst sich in Luft auf und zurückbleiben nur die Dunkelheit, mein Atmen und ich.
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