Montag, 28. April 2014

Ich schalte den Fernseher aus. Kein Programm gefällt mir mehr. Selbst auf die Chips habe ich keinen Hunger mehr. Meine Hände räumen alles sorgfältig auf, doch wo ist mein Kopf? Ich wandle durch die einsame Wohnung. Alles steht noch an seinem Platz, doch ohne dich, ohne mich, hat alles Leben und Sinn verloren. Die Küche riecht nach gebratenem Fett und mich packt sofort die Übelkeit wieder. Krämpfe durchziehen meinen Magen, wie Risse in der Straße. Ich gehe schnell in mein Zimmer. Alles ist so fremd, so dunkel, so geheim. Genau wie mein Inneres. Als wäre da ein Anhängeschloss davor, das nicht die Kombination 0000 besitzt. Ich öffne das Fenster. Die frische Luft drängt sich in meine Lungen, verdrängt die Alte, Faule. Draußen ist Stille. Ich höre nichts, außer das Rauschen der Autobahn in der weiten Ferne. Keine Menschen, keine Musik, kein Zirpen. Ich sehe nur die schwarze Dunkelheit, ein paar Lichter in der Ferne. Das alles ist nur eine Illusion. Ich rieche Feuer, doch sehe keins. Ich rieche Alkohol, doch nirgendswo ist ein Fest oder eine Flasche Bier. Warum kann es dann nicht nur eine Illusion sein, dass ich alleine und traurig bin?

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