Sonntag, 20. April 2014

Es geht nicht darum, wer das Gänseblümchen aus einem Feld von Rosen pflücken würde. Hier ist die Frage, wer in einem Feld voller frischen und schönen Blumen, die Verwelkte wählen würde. 

Mein komischer Traum
Ich hole mir kurz was zu trinken. Ich sehe es nicht genau, weil es irgendwie nicht wichtig scheint, aber es könnte den Anschein einer Glasflasche mit Cola oder Bier haben. Doch seit wann trinke ich Bier? Ich kehre zurück an einen kleinen Stehtisch, lege meine Unterarme auf die Kante, stelle die Flasche ab. Mein Blick schweift vom Nichts auf die drei Gestalten vor mir, um den Tisch versammelt, ab. "Hallo". Zwei Jungen, ein Mädchen. Keiner antwortet mir. Der eine rechts, blonde Haare, Locken wie ein Engel, mit einem leicht abwertenden Blick. Sie mit ihren unordentlichen Haaren, mit ihrem alten Band-T-Shirt von Nirvana. Und links, der Junge mit seiner Regenjacke, mit seinem frechen Grinsen und seinen Grübchen. Wir sagen nichts, schauen uns nur in die Augen, doch irgendetwas beschäftigt uns, irgendwas möchten wir sagen. Wollen wir dem anderen endlich die Meinung sagen? Die Gefühle, die Liebe die wir für sie empfinden oder den Hass? Wir stehen noch weitere Sekunden, Minuten, keine Ahnung wie lange noch da. Wir bewegen uns nicht, reden kein Wort, aber in unseren Köpfen spielt sich eine Schallplatte mit all den Dingen, die uns so sehr beschäftigen, ab. Wir möchten sie uns gegenseitig erzählen, Sympathiepunkte sammeln, vielleicht ein bisschen Ansehen erwecken, die anderen vielleicht ein bisschen neidisch machen. Doch wir uns kennen uns kaum noch. Wir sind uns fremd und haben doch so viel gemeinsam. Oder ist das schon bald alles Vergangenheit?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen