Sonntag, 22. Dezember 2013
Eine graue Wand überzieht den Himmel. Der Wind bringt die wenigen, kleinen Blätter, die noch an den Bäumen hängen, zum Zittern. Es sieht so aus, als hätten sie Angst vor ihm, als würden sie sich ergeben und doch noch stark genug sein, um sich festzuhalten. Ich sitze am Fenster. Die kochende Heizung unter mir. Eine Tasse Tee in meiner Hand, mit dem Hauch von Zimt und Spekulatius. Ich spüre, wie der Tee meinen Hals hinunterfließt, wie sich mein Körper gleichzeitig mit einer Gänsehaut überzieht. Ich bin kalt, viel zu kalt. Ich beobachte ein paar Kinder, die im Garten nebenan spielen. Schnee suche ich vergeblich. In 2 Tagen ist Weihnachten. Dann heißt es, die ganze Familie besuchen, freundlich sein, lächeln. Ich freue mich, aber irgendwie nicht so sehr wie ich mich auf die Ferien gefreut habe. Es war einfach so viel Stress in den letzten Wochen, der jetzt von mir abfällt. 2 Wochen meine Ruhe. Ich habe die letzte Woche schon wegen den kleinsten Sachen geweint und ich weiß nicht einmal genau warum. Ich nehme noch einen Schluck. Es brennt leicht in meinem Hals, ich schlucke. Bald ist dann auch schon wieder das neue Jahr. 2014. Alles soll besser werden. Das habe ich mir vorgenommen.
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