Letztens laufen wir durch den Gang, auf dem Weg zu einem anderen Zimmer. Er kommt durch die Tür des kleinen Treppenhauses. Ich schaue ihn an, er mich. Ich hebe die Hand, winke ihm, obwohl er nur wenige Meter entfernt von mir ist. Er winkt zurück und lächelt. Ich bemühe mich zu einem Lächeln. Es fällt mir so schwer. Meine Muskeln sind schwach. Er geht vorüber. Ich höre sie hinter mir kichern. "Ihr wärt voll das süße Paar", das haben sie gesagt. Ich bereue es ihnen erzählt zu haben. Irgendwie war es mir von vorne rein klar, dass sie das wieder ins Lächerliche ziehen. Aber trotzdem habe ich es erzählt und am Anfang fühlte es sich richtig an, bis zu dem Moment wo sich auf ihren Lippen ein breites Grinsen abgezeichnet hat. Es war mir so klar... "Na und? Wir sind trotzdem nur Freunde", versuche ich mich zu wehren, aber sie werden immer weiter bohren, bis sie das hören, was sie wollen. Aber das werden sie nicht. Sie verstehen es einfach nicht. Sie wissen nicht, wie ich mich fühle und was ich im Moment durchmache. Ich habe jetzt schon Angst vor diesem Schuljahr. Die ganzen Fächer und die Arbeiten und alles. Ich komme mir so klein wie eine Ameise zwischen dem ganzen Zeug vor, das wohl im Gegensatz so groß wie ein Elefant ist. Sie haben keine Ahnung und das regt mich auf, aber auf der anderen Seite ist es doch auch irgendwie gut. Wüssten sie nur, was es zwischen ihm und mir ist. Könnten sie nur verstehen, was wahre Freundschaft ist.
Ich habe die Woche und Freitag den 13. überstanden. Es hat sich alles so ziemlich eingependelt. Der Stress ist wieder extrem hoch, die Forderungen fast unerfüllbar, ich könnte mal wieder heulen. Super, alles wieder beim Alten!
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