Samstag, 17. August 2013

Ich fühle mich schlecht. Ich war heute auf einer Hochzeit und ich habe mich voll gegessen. Richtig gefressen, als würde ich mich auf den Winterschlaf vorbereitet oder sowas. Aber das war es nicht. Morgen geht es ganz normal weiter und mein Bauch schmerzt jetzt schon. Erst Pommes, Fleisch, dann noch Cola, Kuchen, und und und. Schlimm. Wie viele Kalorien waren das? - Ich will es gar nicht wissen. Es würde mich nur schocken. Ich muss mich wieder kontrollieren, muss Sport treiben. Mein Körper muss mir gehorchen, mein Kopf. Ich muss mich durchsetzen.


Ich drehe mich auf die Seite, sofort blicke ich an die Wand. Ich angle mir das Kissen und das kleine Fläschchen. Das Kissen schmiegt sich an meinen Körper, als wären wir zusammengeschweißt oder aneinandergeklebt. Ich ziehe den schwarzen Deckel von dem winzigen runden Fläschchen ab. Es gleitet in meine linke Hand. Als ich es endlich aufhabe, schnuppere ich daran. Tausende Gerüche steigen in meine Nase, die sich zu einem zusammenfügen. Tausend Gedanken auf geringstem Raum. Sofort nachdem ich daran gerochen habe, steigt er zu mir ins Bett. Er legt das Kissen weg, ich brauche es nicht mehr, denn jetzt ist er ja da. Sein warmer Körper schmiegt sich an meinen. Ich rieche ihn. Ich küsse ihn, schmecke ihn. Ich bin wie im Himmel, bis .. bis sich der Geruch in meiner Nase löst und ich wieder allein daliege. Es ist halb 2. Alles war nur Einbildung.

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