Samstag, 20. Juli 2013

Ich biege ab ins Wohnzimmer, mein Kopf dröhnt. Das Zimmer ist abgedunkelt, der Ventilator steht auf voller Stärke. Ich setze einen Fuß vor den anderen, doch fühle mich abwesend. Ich nehme das Zimmer wahr, es ist alles wie immer, alles steht an seinem Platz, aber trotzdem bin ich nicht ganz da. Ich taumle, laufe lustige Schlangenlinien. Schweißperlen stehen auf meiner Stirn, laufen an mir herunter wie an einer Fensterscheibe. Ich fühle mich betrunken, taumle immer noch. Für einen Moment vergesse ich alles. Meine Knie werden schwach. Ich spüre ihre Hand, die nach meiner greift und sie umklammert. Sie zieht mich hoch, hält mich wie eine tote Marionette. Für einen Moment zählt für mich gar nichts mehr. Sie bringt mich zum Sofa, ich kriege immer noch kaum etwas mit. Alles dreht sich. Ich spüre wie sie meine Beine nach oben legt, spüre etwas Kühles auf meiner Stirn. In diesem Moment denke ich an gar nichts. Mir ist schlecht, mein Magen beschwert sich, schreit mich an. Meine Hände zittern, mein Herzschlag hämmert bis in meinen Kopf. Und ich möchte doch nur in seinen Armen liegen.

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