Mittwoch, 17. Juli 2013

Hast Du Dich je so gefühlt? Dass Du tausend Jahre lang schlafen willst. Oder gar nicht mehr existieren willst. Oder Dir einfach nicht bewusst sein willst, dass Du existierst."
( Das also ist mein Leben - S. 127 / 128 - Stephen Chbosky )

Wir Menschen sind so programmiert, dass wir immer nur gewinnen wollen. Ja keine Verluste, nicht? Man möchte immer der Beste sein, das Größte und Wertvollste besitzen, man möchte, dass die anderen einen beneiden, zu einem aufschauen, einen bewundern. Ist es nicht so? Ich fühle mich jedenfalls so. Aber ich komme mir ganz anders vor. Ich fühle mich wertlos, weil ich niemanden etwas Gutes tun kann. Vielleicht mal ein halbwegs lustiger Witz da, eine gute Tat hier, mehr aber auch nicht. Umso mehr ich über alles nachdenke, desto weniger verstehe ich das Leben. Was hat es einen Sinn zu leben, wenn wir sowieso alle sterben und letztendlich vergessen werden? Jeder wird einmal vergessen, egal ob noch so berühmt wie Mozart oder doch Brad Pitt. Das passiert jedem Mal und Puff, weg ist man. Ich habe Angst vor dem Vergessen. Ich will nicht vergessen werden, aber es wird so kommen, das weiß ich. Sinnlos.

Ich wünschte einfach nur, Gott oder meine Eltern oder irgendwer würde mir sagen, was mit mir nicht stimmt. Mir sagen, wie ich mich verhalten soll, damit das alles Sinn ergibt. Damit das alles vorübergeht. Ich weiß, dass ich nicht so denken soll, weil es ja meine Verantwortung ist, und ich weiß, dass alles erst schlimmer wird, bevor es besser wird, weil das mein Psychiater gesagt hat - aber allmählich kann ich nicht mehr.
( Das also ist mein Leben - S. 187 - Stephen Chbosky )

"Und kennst du ihn und die ganzen anderen Leute auch persönlich?", spuckt sein Mund aus. Ich weite meine Lippen ein kleines Stückchen um etwas zu sagen, doch erst einmal kommt nur ein Hauch von Nichts heraus. Ich kenne die Antwort bereits, aber ich traue mich nicht sie auszusprechen. Ich möchte es nicht hören, nicht wahr haben. Am liebsten würde ich ihnen zeigen, wie sehr ich dich liebe, wie toll du bist, aber ich kann nicht. Ich möchte einfach nur, dass du da bist. Dass du mich in den Arm nimmst und ich dich. Dass sich mein verkrampftes Herz wieder lockert. "Nein", flüstere ich in der Hoffnung es nicht zu hören, aber ich tue es trotzdem und letztendlich tut es unendlich weh.

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