Mittwoch, 10. April 2013
Ich drücke die schwere Tür zur Toilette auf, sehe ein Mädchen, das sich prüfend im Spiegel betrachtet, sonst ist anscheinend niemand hier. Ich wähle die letzte, hinterste Tür, schließe hinter mir ab. Meine Augen schließen sich, meine Ohren hingegen werden um so aufmerksamer. Ich warte bis sie weg ist. Dann fällt alles von mir ab, ich lehne mich an die Wand, muss die Tränen unterdrücken, obwohl meine Augen nicht einmal nass sind. Mein Kopf lehnt an der kühlen Wand, die deine Stirn sein könnte. Ich brauche nur einen kurzen Moment, dann fasse ich mich schon wieder. Ich atme tief durch, rede mir ein, dass du da bist. Schon das allein macht alles tausendmal besser. Mein Kopf richtet sich wieder auf, meine Hand dreht das Schloss langsam wieder herum. Ich trete heraus, schaue kurz in den Spiegel, sehe nur dich. Mein Lächeln regeneriert sich, ist wie unbeschadet. Ich drücke die Türklinke herunter, gehe wieder unter die Menschen mit einem Strahlen. Falle gar nicht auf zwischen ihnen und den Lügen.
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