Meine Augen wandern durch die Dunkelheit zu den roten Zahlen links neben mir.
05:15 Uhr. Mein Kopf fällt zurück ins Kissen und ich reibe mir die Augen. Meine Gedanken rennen zu dir und ich glaube, sie stellen gerade einen neuen Weltrekord auf. An den ganzen Bildern vorbei, egal wie grausam sie sind, hauptsache zu dir. Was du wohl gerade machst? Ob du an mich denkst? - Ich ziehe meine Beine an und mache mich kleiner, kuschle mich an das Kissen. Mir ist egal, ob es kalt und tot scheint. So bist du wenigstens ein kleines Bisschen bei mir und doch fehlt mir etwas hier. Etwas wichtiges. Es ist etwas tödliches in mir, das sich in meinem Bewusstsein befindet, etwas das kommt und mich anstupst und sagt: "Er fehlt. Er fehlt. Er fehlt." Und wenn ich ihm nicht zuhöre, dann wird es noch extremer und lauter, gefährlicher und verletzlicher. Wie eine Art Alarmanlage, aber ohne Verstummen, ohne Ende. Mein Gesicht schmiegt sich stärker an das Kissen und schließt die Augen, obwohl ich nun nicht mehr schlafen kann. "Ich liebe dich", flüstere ins Kissen, auch wenn du nicht da bist und nicht neben mir liegst. "Ich liebe dich".
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