Mittwoch, 20. März 2013
Ich sehe, wie sie langsam in sich zusammenbricht und die Freude in ihrem Gesicht auf einmal verschwindet. Sie schluchzt auf, doch schaut mich nicht an. "Hey, kleine Maus..", greife ich ihr unter die Arme und hebe sie auf meinen Schoß. Sie wehrt sich nicht, doch da kommen ihre Tränen und sickern durch mein T-Shirt. Ich lege beschützend die Arme um sie. Obwohl sie mich erst seit zwei Tagen kennt und ich nicht mal weiß, was ich tun soll, hat sie Vertrauen in mir. "Schau mich mal an..", streichle ich über ihren Kopf und hebe ihr Kinn an. Sie folgt meiner Anweisung, doch hört trotzdem nicht auf zu Weinen. Ich streiche ihre Haare nach hinten, denn sie hängen ihr im Gesicht und kleben durch die Nässe der Tränen fast daran fest. "Was ist denn los, hmm?", schaue ich ihr in ihre großen blauen und mit Tränen gefüllten Augen. Sie schluchzt, sodass ich sie erst einmal gar nicht verstehe, aber sie wiederholt sich immer wieder: "Ich will zu meiner Mama..". Ich sage ihr, dass ihre Mutter bestimmt nicht will, dass sie weint, doch sie mag nicht auf mich hören. Erst nach mindestens einer halben Stunde scheint sie sich ausgeweint zu haben und der Fluss an Tränen lindert sich ein bisschen. "Malen wir was zusammen?", schaut sie mich an mit ihrer Rotznase. "Jetzt putzt du erst einmal deine Nase und dann können wir das machen", streiche ich eine letzte Träne weg. Und danach lächelt sie wieder und man merkt wie die Freude wieder in ihren Augen funkelt, als wäre nie etwas passiert. Als hätten wir die Zeit zurückgedreht und hätten diesen Moment einfach entfernt, gelöscht und weg ist er.
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