Donnerstag, 28. Februar 2013

"Schhhh!", wird sie etwas lauter. Ich habe das Gefühl, dass alle Anderen um mich herum reden und gar nicht mehr zur Ruhe kommen wollen. Ganz langsam stellen sich die Gespräche ein, doch nur unter der Bedingung, dass sie später weitergeführt werden können. Die Jungs haben ihre Cola-Dosen auf dem Tisch, was ihnen einen coolen Flair geben soll. Die Mädchen haben, wie es sich gehört, ihre Sachen auf den Tisch gelegt, doch reden ununterbrochen. Ganz allein ich schweige, schlage meinen großen, dicken Ordner auf und blättere nach hinten. Von meinem Platz aus, kann ich sie alle beobachten, ohne dass sie es bemerken. Doch ich schaue aus dem Fenster, weil ich dieses Szenario gewöhnt bin. Schaue in den Himmel, in den regelmäßigen Regen, der an das Fenster tropft. Ob überhaupt irgendjemand in diesem Raum nachvollziehen kann, wie ich mich fühle? Wie sich diese Leere in mir anfühlt, diese aufwühlende Leere, die ich zwanghaft versuche zu stoppen? Ich verdränge eine Träne und versuche den Klos, der in meinem Hals sesshaft geworden ist, herunterzuschlucken. Wieso frage ich mich das eigentlich, wenn mir doch selbst bewusst ist, dass mich niemand verstehen kann, weil niemand weiß, wie es ist, außer du?

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